Zelte

Tunnelzelte

  • Diese Zelte sind tunnelförmig und wenn in Windrichtung aufgestellt auch sehr windstabil (mit Heringen und zusätzlichen Abspannleinen aufgerichtet).
  • Mit mind. 2 Gestängebögen sind sie leicht aufzubauen, da das Innenzelt mit dem Außenzelt verbunden ist.
  • Durch steilgestellte Außenwände und meist großen Absiden, bieten Tunnelzelte eine optimale Raumnutzung.
  • Allerdings bei warmen Wetter schwer zu belüften.

Kuppelzelte

  • Hier werden auch mind. 2 Gestänge benötigt, die über kreuz befestigt sind.
  • Das Innenzelt ist freistehend und wird mit wenigen Heringen am Boden befestigt.
  • Das Außenzelt wird anschließend einfach über das Gestänge gespannt und befestigt bzw. zusätzlich die Absiden aufgestellt (dadurch auch besseres Zeltklima).
  • Leider sind sie etwas windanfälliger als Tunnelzelte.

Geodätzelte

  • Der Aufbau ähnelt dem Kuppelzelt, nur überkreuzen sich die Gestänge mehrmals.
  • Die Zelte sind besonders windstabil und halten auch höheren Krafteinwirkungen wie Schneedecken o.ä. stand.
  • Allerdings durch mehr Material etwas schwerer.

Außenzeltmaterial

  • Polyester ist leicht, UV resistent mit guter Reißfestigkeit, allerdings etwas lauter bei Wind. Nylon/Polyamid ist sehr leicht und auch reißfest, allerdings UV empfindlich und weniger formstabil bei Nässe (evtl. Nachspannen erforderlich)
  • Silikonisierte Zelte sind leichter und haben eine höhere Wasserdichtigkeit, sind allerdings nicht nahtverdichtet und etwas teurer in der Anschaffung (z.B. Hilleberg)
  • Ripstop-Nylon ist besonders reißfest und leicht, aber auch etwas empfindlich bei Sonne und Nässe 
  • High Tenacity Ripstop Nylon bietet die beste Reißfestigkeit und ist zusätzlich unempfindlich bei UV Licht und dehnt sich bei Nässe nicht aus, allerdings auch dementsprechend teuer  
  • Baumwolle ist sehr dampfdurchlässig (gutes Zeltklima), trocknet allerdings langsam und ist nicht besonders reißfest und zusätzlich am schwersten von allen Materialien

Gestänge

  • Glasfiber ist günstig, schwer und splitterbruchgefährdet
  • Aluminium ist leicht und bietet eine bessere Stabilität, gut mit Ersatzhülsen reparabel, etwas teurer
  • Carbon ist noch leichter und stabiler als Aluminium, aber auch etwas kostspieliger

Wasserdichtigkeit

  • Die sogenannte Wassersäule gibt an wie viel Milimeter Wasser aufeinandergeschichtet werden kann, bis sich es durch den Stoff drückt (bei 1500mm gilt ein Stoff als wasserdicht, was bei Zelten auch ausreicht).
  • Zeltböden brauchen eine höhere Wassersäule, da dort ein höherer Druck auf das Material wirkt (liegen, hinknien usw.).

Isomatten

Selbstaufblasende Matten

  • Wie der Name schon sagt, blasen sich diese Matten selbst auf, indem man
    einfach das Ventil öffnet und ausgepackt auf den Boden legt (beim 1. Gebrauch dauert es etwas länger, zur Not etwas nachpusten)
  • verschiedene Dicken, Füllungen (Schaum, Daune oder Kunstfaser)

Aufblasbare Matten

  • Teilweise mit integrierter Pumpe (Exped/Thermarest) oder man nutzt verschiedene Aufblasventile (bestimmte Pumpsäcke oder Kissen können gleichzeitig als Pumpe genutzt werden) auch hier mit unterschiedlichen Füllungen und Dicken (je nach Komfortbedarf)

R-Wert

  • Dieser Wert (auch R-Value genannt) gibt an, wie gut eine Matte gegen Kälte isoliert
  • Dieser Wert wird auf einer Skala von 1 bis 6 gemessen
  • Je höher der Wert, desto besser leitet das Material die Wärme in der Matte
  • Die Isolation bzw. Wärmeleitung wird auch vom Untergrund beeinflusst

Schlafsäcke

Bei unseren Schlafsäcken unterscheiden wir zum einen beim Material (Kunstfaser oder Daune) sowie der Temperaturangaben

  • Wärmeisolation auch von Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit im Zelt und der Isomatte
    abhängig 
  • Zusätzlicher Einfluß: gehe ich unterkühlt in den  Schlafsack oder aufgewärmt, bzw. war ich vorher aktiv 
  • Das Temperaturempfinden ist  von Person zu Person unterschiedlich.
  • Schlafsäcke geben immer 3 verschiedene Werte und Temperaturgrenzbereiche
    an (Komfort, Limit, Risiko)
  • Gemessen werden diese an Gliederpuppen mit Unterwäsche
  • Komfortemperatur: Temperaturgrenze bei einer “Standard-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m)
  • Limittemperatur: Temperaturgrenze bei einem “Standard-Mann” (25 Jahre, 70 kg, 1,73 m)
  • Risikotemperatur: Bei diesem Wert dient der Schlafsack nur noch als Notfalldecke, kein Richtwert!

Daune

  • Geringes Gewicht und Packmaß, hoher Schlafkomfort durch mehr Bauschkraft als Kunstfaser, perfekter Feuchtigkeitstransport, allerdings anfällig bei Nässe, braucht länger zum trocknen 

Kunstfaser

  • Pflegeleicht und unempfindlich, trocknet schnell und ist günstiger als Daune, allerdings mehr Gewicht und größeres Packmaß, geringer Feuchtigkeitstransport